Good News Stories – Medien kritisch denken und positiv erzählen
media meets news
Key facts
Herausforderung: In sozialen Medien und Nachrichtenportalen dominieren häufig negative Schlagzeilen. Aufmerksamkeit, Algorithmen und psychologische Mechanismen führen dazu, dass Angst, Konflikte und Empörung mehr Klicks erzeugen als konstruktive oder positive Inhalte. Gerade junge Menschen konsumieren dadurch oft ein verzerrtes Bild der Welt.
Lösung: Der Workshop vermittelt Medienkompetenz und journalistisches Arbeiten durch kreative Filmproduktion. Die Teilnehmenden setzen sich kritisch mit Aufmerksamkeitsökonomie, Social-Media-Algorithmen und Nachrichtenwirkung auseinander und produzieren eigene positive, lösungsorientierte Filmbeiträge.
Zielgruppe: Jugendliche und junge Erwachsene ab 14 Jahren, z. B. Schulklassen, Jugendgruppen, FSJ-/BFD-Gruppen oder medieninteressierte Teilnehmende.
Dauer: 1–5 Tage (je nach Zielgruppe und Umfang) oder als Projektwoche
Technik: Smartphones/Tablets oder Kameras, Mikrofone, einfache Schnittsoftware, ggf. Lichttechnik
Präsentation: Abschluss mit Filmvorführung, Social-Media-Release oder Online-Veröffentlichung
Das projekt
Der Workshop Good News Stories – Medien kritisch denken und positiv erzählen verbindet Medienbildung, journalistisches Arbeiten und kreative Filmproduktion. Im Mittelpunkt steht die Frage, warum negative Nachrichten in digitalen Medien oft erfolgreicher sind als positive Inhalte – und wie Algorithmen, Plattformen und psychologische Faktoren unsere Wahrnehmung beeinflussen.
Die Teilnehmenden analysieren gemeinsam Social-Media-Feeds, Nachrichtenformate und Klickmechanismen und lernen zentrale Begriffe wie Aufmerksamkeitsökonomie, Filterblasen oder Emotionalisierung kennen. Anschließend recherchieren sie konstruktive, positive oder lösungsorientierte Geschichten aus ihrem Umfeld und setzen diese filmisch um.
Durch die aktive Medienarbeit lernen die Teilnehmenden, Informationen kritisch zu hinterfragen, journalistisch zu recherchieren und eigene Inhalte bewusst und verantwortungsvoll zu produzieren. Ziel ist es, Medienkompetenz, gesellschaftliche Teilhabe und kreativen Ausdruck gleichermaßen zu stärken.
INhalte & ZIELE
Der Workshop ist praxisnah, interaktiv und projektorientiert aufgebaut. In kleinen Teams entwickeln die Teilnehmenden eigene Kurzfilme, Reportagen, Interviews oder Social-Media-Clips zu positiven oder konstruktiven Themen.
Mögliche Inhalte:
- Gute Nachrichten aus der Region
- Menschen mit inspirierenden Geschichten
- Umwelt- oder Sozialprojekte
- Junge Initiativen und Engagement
- „Hidden Heroes“ im Alltag
- Faktencheck: Warum wirken negative Nachrichten stärker?
Das Projekt beinhaltet Diskussionen, Medienanalysen, Rechercheübungen und praktischer Filmarbeit gearbeitet. Die Teilnehmenden lernen zudem Grundlagen von Interviewführung, Storytelling, Kameraführung, Tonaufnahme und Videoschnitt kennen. Gleichzeitig werden Mechanismen digitaler Plattformen reflektiert und kritisch eingeordnet.
Ziele:
- Sensibilisierung für Aufmerksamkeitsökonomie und algorithmische Medienlogiken
- Förderung kritischer Medienkompetenz und journalistischer Recherchefähigkeiten
- Entwicklung kreativer und medienpraktischer Kompetenzen
- Stärkung von Teamarbeit, Kommunikation und eigenständigem Arbeiten
- Reflexion über gesellschaftliche Verantwortung von Medien
- Produktion hochwertiger eigener Filmbeiträge mit positivem Fokus
Jedes Projekt wird gemeinsam mit Partnerorganisationen und der jeweiligen Zielgruppe individuell konzipiert. Thematische Schwerpunkte sowie lokale Kooperationen können flexibel eingebunden werden.